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Deutsches Institut für Menschenrechte

Das Deutsche Institut für Menschenrechte e.V. ist die Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Es ist gemäß den Pariser Prinzipien der Vereinten Nationen akkreditiert (A-Status). Zu den Aufgaben des Instituts gehören Politikberatung, Menschenrechtsbildung, Information und Dokumentation, anwendungsorientierte Forschung zu menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. Das Institut ist zudem mit dem Monitoring der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention betraut worden und hat hierfür entsprechende Monitoring-Stellen eingerichtet.

Ab Herbst 2022 wird im Deutschen Institut für Menschenrechte die Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt eingerichtet. zunächst als ein vierjähriges, vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziertes Projekt. Die Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt wird den Stand der Umsetzung der staatlichen Verpflichtungen aus der Istanbul-Konvention in Deutschland kontinuierlich und unabhängig beobachten und Trends und Entwicklungen im Bereich geschlechtsspezifischer Gewalt aufzeigen. Das erfolgt mit Hilfe eines indikatorengestützten Monitorings auf der Grundlage von systematisch zusammengeführten und aufgearbeiteten Daten. Die Berichterstattungsstelle wird staatliche Maßnahmen zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer Gewalt und die Gesetzgebung sowie die Rechtsprechung in diesem Bereich analysieren, aufbereitete Daten und Erkenntnisse Behörden auf Bundes- und Landesebene sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen und Beratungsstrukturen zur Verfügung stellen und praxisrelevante Handlungsempfehlungen formulieren. Sie gibt alle zwei Jahre einen Periodischen Bericht über Umfang und Ausmaß von geschlechtsspezifischer Gewalt sowie über den Stand der Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland heraus. Die Berichterstattungsstelle betreibt eine Entscheidungsdatenbank zu geschlechtsspezifischer Gewalt, auf der sie für das Themenfeld relevante internationale und nationale Rechtsprechung für Rechtsanwender*innen und die interessierte Fachöffentlichkeit bereitstellt. Die Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt arbeitet unabhängig und kooperiert eng mit nichtstaatlichen und staatlichen Datenhaltern auf Bundes- und Landesebene sowie mit der Wissenschaft. Die Arbeit der Berichterstattungsstelle wird durch einen Beirat begleitet, dessen Mitglieder diese verschiedenen Bereiche repräsentieren.

Der Einrichtung der Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt ist eine zweijährige Projektentwicklung vorausgegangen, die die Grundlagen der Berichterstattung erarbeitet hat. Nun steht die spannende Aufgabe an, diese theoretischen Grundlagen in die Praxis zu überführen.

Hierfür sucht das Institut zum nächstmöglichen Zeitpunkt unter Vorbehalt der Zuwendung von beantragten Mitteln eine

Leitung der Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt (100%).

Die Stelle ist bis Ende Oktober 2026 befristet; eine Institutionalisierung der Berichterstattungsstelle und eine Entfristung der Position der Leitung sowie des gesamten Teams wird angestrebt. Der Dienstort ist Berlin. Mit der Aufgabe sind planbare Dienstreisen, auch ins EU-Ausland, verbunden.

Wir streben eine gleichmäßige Repräsentation aller gesellschaftlichen Gruppen unter unseren Mitarbeitenden an und möchten den Anteil von Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarzen Personen, People of Color und Menschen mit Behinderungen im Institut erhöhen.

Ihre Aufgaben:

·       Sichere, gewinnende, kenntnisreiche und überzeugende Außenvertretung der    Berichterstattungsstelle

·       Konzeption und Strukturierung der Projektarbeit; Koordination und Sicherstellen der Projektumsetzung

·       Anleitung der fünf wissenschaftlichen Projektmitarbeitenden und der weiteren Mitarbeitenden im insgesamt 8-köpfigen Team in der Umsetzung der Aufgaben der Berichterstattungsstelle

·       Etablierung und Pflege von Kooperationsstrukturen der Berichterstattungsstellen mit Bundes- und Länderressorts, Wissenschaft und Zivilgesellschaft

·       Vertretung der Handlungsempfehlungen gegenüber politischen Entscheidungsträger*innen und Vertreter*innen von zivilgesellschaftlichen Verbänden (Politikberatung)

·       Kommunikative Vermittlung der Aufgaben und der fachlichen Inhalte der Berichterstattungsstelle zu geschlechtsspezifischer Gewalt gegenüber Medien und Kooperationspartnern

Ihr Profil:

Sie sind Volljurist*in und/oder Sozialwissenschaftler*in und verfügen über

·       Mehrjährige Erfahrung mit der erfolgreichen Gesamtsteuerung und Qualitätssicherung von   Projekten

·       Mehrjährige Berufserfahrung im Führen von Teams

·       Erfahrung in der Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen auf Bundes- und/oder Landesebene sowie mit zivilgesellschaftlichen Organisationen

·       Expertise und einschlägige Berufserfahrung im Themenfeld geschlechtsspezifischer Gewalt

·       Vernetzung mit relevanten Akteur*innen und politischen Institutionen im Themenfeld in Deutschland

·       Erfahrungen mit Politikberatung

·       Exzellente Kommunikations- und Vermittlungsfähigkeiten

·       Expertise im europäischen und internationalen Menschenrechtsschutz

·       Deutschkenntnisse in Wort und Schrift mindestens auf C1-Niveau und Englischkenntnisse mindestens auf B2-Niveau

Wünschenswert sind:

·       Praktische Erfahrungen mit der Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams

·       Vertiefte Kenntnisse in Methoden empirischer Sozialforschung

·       Erfahrung im Bereich Monitoring und Evaluation

Wir bieten:

Eine anspruchsvolle und vielseitige Aufgabe mit großem Gestaltungsspielraum in einem gesellschaftlich und menschenrechtlich äußerst relevanten Themenfeld. Sie arbeiten in einem interdisziplinären, motivierten, kompetenten und leistungsstarken Team. Mit dem Deutschen Institut für Menschenrechte erwartet Sie außerdem ein interessantes, anregendes Arbeitsumfeld mit einer kollegialen und unterstützenden Arbeitsatmosphäre. Wir bieten zudem Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsplatzes, einschließlich der Möglichkeit mobilen Arbeitens, sowie Unterstützung bei technischen Hilfsmitteln und sonstigen individuellen Bedarfen. Die Tätigkeit wird bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen entsprechend Entgeltgruppe 14 TVöD (Bund) vergütet; sie ist nicht teilzeitgeeignet.

Kontakt:

Zur Bewerbung nutzen Sie bitte ausschließlich unser Onlinebewerbungsformular und füllen die dort hinterlegten Bewerbungsunterlagen aus. Weitere barrierefreie Bewerbungsformate sind nach Rücksprache möglich. Bitte kontaktieren Sie dafür Frau Bettina Krestel, per E-Mail unter krestel@dimr.de oder per Telefon unter 030 / 259 359-28. Wir führen ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren durch. Bitte schicken Sie uns deshalb keinen Lebenslauf, Anschreiben oder Foto. Wenn wir Ihre vollständigen Unterlagen benötigen, werden wir Sie kontaktieren.

Die Bewerbungsfrist endet am 14.12.2023 um 12:00 Uhr (Eingang Ihrer elektronischen Unterlagen am Institut). Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich zwischen dem 16. und 20.01.2023 statt. Der genaue Termin wird mit der Einladung bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

 

 

Um sich für diesen Job zu bewerben, besuche bitte www.institut-fuer-menschenrechte.de.